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Duell wird zum Dreikampf: François Bayrou holt in Umfragen auf
 
Paris, 13.03.2007 – Nervosität im Lager von Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal: der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich wird immer stärker zu einem Dreikampf. Umfrage für Umfrage schiebt sich der Zentrist François Bayrou immer näher an die Sozialistin Royal heran.

In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Instituts TNS-Sofres für den ersten Wahlgang am 22. April führt der UMP-Politiker Nicolas Sarkozy mit 27 Prozent vor der Sozialistin Ségolène Royal mit 25,5 Prozent. Gleich dahinter hat sich der UDF-Politiker Bayrou mit 23 Prozent geschoben – viereinhalb Prozentpunkte mehr als in der letzten Umfrage.

Der lange belächelte Außenseiter versucht die Franzosen von einem dritten Weg zwischen den beiden Lagern zu überzeugen und will die besten Köpfe von links und rechts in einer von ihm geführten Regierung versammeln. Im Wahlkampf präsentiert sich François Bayrou von der liberalen UDF als überzeugter Europäer, der eine Reform der französischen Institutionen angehen will. Dabei schreckt er auch vor einer Reform des Wahlrechts nach deutschen Vorbild oder der Bildung einer Großen Koalition nicht zurück.

Im Lager der eigentlichen Favoriten Royal und Sarkozy hat sich längst Nervosität breit gemacht. Vor allem seit eine Umfrage Bayrou bescheinigt, sowohl Royal als auch Sarkozy in einer Stichwahl zu schlagen.

Für den langjährigen Bildungsminister ist es bereits die zweite Kandidatur bei Präsidentschaftswahlen. Vor fünf Jahren allerdings landete der 55 Jahre alte Politiker mit 6,8 Prozent der Stimmen nur auf dem vierten Platz.